Bildung in Deutschland

Seit der Wiederherstellung der staatlichen Einheit Deutschlands umfasst das Staatsgebiet der Bundesrepublik Deutschland insgesamt etwa 357.000 km². Im Jahr 2011 lebten in Deutschland knapp 82 Millionen Menschen. Mit einer Bevölkerungsdichte von 229 Einwohnern pro km² im Jahr 2011 ist Deutschland einer der am dichtesten besiedelten Staaten Europas. Nur knapp 15 Millionen Einwohner sind jünger als 20 Jahre. Seit 1970 sind ungefähr 6,5 Millionen Menschen mehr nach Deutschland ein-, als ausgewandert.

Das Grundgesetz, die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland, wurde 1949 verabschiedet. Nach dieser Verfassung ist die Bundesrepublik Deutschland ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
Zu den wesentlichen Elementen des Grundgesetzes gehört neben den Prinzipien der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit das bundesstaatliche Prinzip. Dabei ist Wesensmerkmal des Bundesstaates, dass sowohl der Gesamtstaat als auch die 16 Länder Staatsqualität besitzen. Zu den Kernelementen der Staatsqualität der Länder gehört nach der Verfassungsordnung des Grundgesetzes die sogenannte Kulturhoheit, d. h. die überwiegende Zuständigkeit für Bildung, Wissenschaft und Kultur, das Kernstück der Eigenstaatlichkeit der Länder. Dies bedeutet im Grundsatz die Eigenverantwortung jedes Landes für seine Bildungs- und Kulturpolitik.

Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland ist der Bundespräsident. Er wird von der Bundesversammlung für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Der Deutsche Bundestag ist die Volksvertretung der Bundesrepublik Deutschland. Die Abgeordneten werden vom Volk aufgrund allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl für die Dauer einer Wahlperiode von vier Jahren gewählt. Der Bundesrat, die Vertretung der 16 Länder, wirkt bei der Gesetzgebung und bei der Verwaltung des Bundes sowie in Angelegenheiten der Europäischen Union mit. Den Bundesrat bilden Mitglieder der Landesregierungen. Je nach Einwohnerzahl haben die Länder zwischen drei und sechs Stimmen, die jedoch nur einheitlich abgegeben werden können. Die Bundesregierung besteht aus dem Bundeskanzler und aus den Bundesministern. Der Bundeskanzler nimmt innerhalb der Bundesregierung und gegenüber den Bundesministern eine hervorgehobene Stellung ein. Er schlägt dem Bundespräsidenten die Ernennung und Entlassung der Minister vor und leitet die Geschäfte der Bundesregierung. Die starke Stellung des Kanzlers beruht vor allem auf seiner Richtlinienkompetenz, die im Grundgesetz verankert ist: Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik.

Die Verantwortlichkeit für das Bildungswesen in Deutschland wird durch die föderative Staatsstruktur bestimmt. Nach dem Grundgesetz obliegt die Ausübung der staatlichen Befugnisse und die Erfüllung der staatlichen Aufgaben den Ländern. Es enthält einige grundlegende Bestimmungen zu Fragen der Bildung, Erziehung, Kultur und Wissenschaft: so garantiert es u. a. die Freiheit von Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre, die Freiheit der Berufswahl und der Ausbildungsstätte sowie das Elternrecht. Das gesamte Schulwesen steht unter staatlicher Aufsicht.

In der Kultusministerkonferenz arbeiten die für Bildung und Erziehung, Hochschulen und Forschung sowie kulturelle Angelegenheiten zuständigen Ministerinnen und Minister der Länder zusammen. Sie nehmen dabei ihre bildungspolitische Verantwortung für das Staatsganze selbstkoordinierend wahr. In Angelegenheiten von länderübergreifender Bedeutung sorgen sie für das notwendige Maß an Gemeinsamkeit in Bildung, Wissenschaft und Kultur. Kernaufgabe ist, ein Höchstmaß an Bildungsmobilität zu sichern und zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in ganz Deutschland beizutragen.

Quelle: www.kmk.org/dokumentation/das-bildungswesen-in-der-bundesrepublik-deutschland.html

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Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland 2012/2013

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